Zutrittskontrolle

Elektronische Schließanlagen

Bevor wir in das Thema einsteigen, muß erst einmal der Begriff der elektronischen Schließanlage, so wie er hier benutzt wird, erklärt werden.

Grundlegend ist, daß theoretisch jeder Identmittelträger (Schlüssel/Karte) an jedem Identmittelleser(Zylinder/Beschlag) berechtigt werden kann. Diese freie Verfügbarkeit wird durch die elektronische Programmierung so eingeschränkt, daß ein Schließplan entsteht. Daß bei einigen Systemen zusätzlich noch eine mechanische Kontrolle erfolgt, hat auf diese Festlegung keinen Einfluß.

Ein weiteres Kriterium ist, daß jeder Identmittelträger ein elektronisches Unikat ist und einzeln berechtigt und gelöscht werden kann. Systeme die nur eine Gesamtlöschung ihres Speichers zulassen, und dann mit den weiterhin berechtigten Identmittelträgern wieder neu programmiert werden müssen, eignen sich nicht für elektronische Schließanlagen. Verfügt das System über einen Ereignisspeicher lassen sich dadurch auch die letzten Ereignisse kontrollieren. Diese Systeme sind in vielen Betrieben mitbestimmungspflichtig.

Die Programmierung der Systeme erfolgt über ein Handprogrammiergerät und/oder PC. Nur so ist später auch bei größeren Anlagen gewährleistet, daß die Übersicht nicht verloren geht.

Systeme die diesen Anforderungen entsprechen eignen sich zum Aufbau von elektronischen Schließanlagen. Da es aber meist mehrere Ansätze gibt Anforderungen zu entsprechen, kommen auch höchst unterschiedliche Systeme als Lösung heraus. Welche, soll im folgenden dargestellt werden.

Sicherheit
Mit der Sicherheit elektronischer Schließsysteme beschäftigt sich die VDS Richtlinie „Schließsysteme 2215“ die seit 2001 im Gelbdruck vorliegt. Aufgrund mangelnder Erfahrung war vorgesehen, dass die Richtlinien vor dem Erscheinen des Weißdrucks zwei Jahre erprobt werden.

Synergien
Immer wichtiger wird auch die Integration der elektronischen Komponenten in das Gesamtsicherheitskonzept der Unternehmen.

Der Identmittelträger der Schließanlage soll auch Verwendung in der Zeiterfassung oder der Kantinenabrechnung finden. Oder die vorhandene Zeiterfassung soll durch eine elektronische Schließanlage ergänzt werden.
Es sollen nicht nur Türen kontrolliert geöffnet werden. Zunehmend werden auch z.B. Schrankenanlagen, Aufzüge und Möbel mit in die Systeme eingebunden.
Für Teile der Anlage wird eine Vernetzung gewünscht um an zentraler Stelle Informationen über die Türzustände zu erhalten oder schnell Änderungen der Schließberechtigungen durchzuführen.
Mit welchen Systemen sich diese Synergien nutzen lassen erfahren sie auf den einzelnen Seiten oder durch ein Gespräch mit uns.

Zur Zeit liefern wir folgende Systeme:

DOM-Sicherheitstechnik:

Elektronikzylinder ohne mechanische Anbindung:

Elektronikzylinder

Während die mechanischen Zylinder den gestiegenen Anforderungen an die Komplexität von Schließanlagen Anfang der 80er Jahre mit immer neuen Stiften, Wippen, Rippen etc. begegneten, mußten sie bei drei Problemen passen:

  • Schnelle Reaktion auf Schlüsselverlust
  • Zeitlich beschränkten Zutritt
  • Archivierung von Schließvorgängen

Dieses waren Punkte, die für Zutrittskontrollsysteme, insbesondere Kartenleseanlagen, sprachen. Da aber zu dem damaligen Zeitpunkt noch keine für den Dauerbetrieb geeigneten Motorschlösser auf dem Markt waren, wurden zum Öffnen der Türen elektrische Türöffner verwendet. Dieses Sicherheitsrisiko einer nicht verriegelten Tür stand im Gegensatz zur gewollten Sicherheit. Um sowohl die Sicherheit als auch die Akzeptanz beim Nutzer der Anlage zu erhöhen, ging man daran, die Mechanik mit der Elektronik zu kombinieren. Herausgekommen ist ein System, das vom Nutzer keine Umorientierung in der Bedienung erfordert, aber die Sicherheit bietet, die er wünscht. Die Firma KABA GmbH brachte Anfang der achtziger Jahre ihrem Elektronikzylinder Kaba Nova auf den Markt. Die anderen Anbieter folgten, mit zum Teil, Abständen von mehreren Jahren.

Funktion und Aufbau
Die Funktionweise läßt sich vereinfacht wie folgt beschreiben. Der Zylinder ist elektromechanisch gesperrt. Der Schlüssel besitzt in der Reide einen Chip oder Transponder mit einer Nummer. Diese wird beim Einstecken des Schlüssels in den Zylinder neben der mechanischen Codierung überprüft. Ist der Schlüssel sowohl mechanisch als auch elektrisch berechtigt, kann nach der Entriegelung des Zylinders geschlossen werden. 
Die Systeme bestehen im wesentlichen aus vier Komponenten, die im folgenden kurz erläutert werden sollen. Da hier nur grundsätzliche Funtionsweisen dargestellt werden, kann es bei den einzelnen Herstellern immer wieder zu geringen Abweichungen kommen.

  • Als Identmittelträger stehen mechanische Schlüssel mit in der Reide integriertem Chip/Transponder zur Verfügung. Der Vorteil dieser Kombination ist, daß sowohl mechanische als auch elektronische Zylinder mit einem schließanlagenfähigem Schlüssel geschlossen werden können. Je nach Philosophie des Herstellers sind die Schlüssel festcodiert oder beschreibbar. Da die Energie- und Datenübertragung berührungslos vom Zylinder aus erfolgt, können diese als passive Elemente ohne eigene Energieversorgung ausgeführt werden.
  • Die zweite Komponente ist der Elektronikzylinder. Er unterscheidet sich im montierten Zustand meist nicht von den mechanischen Zylindern. Allerdings muß man bei der Planung berücksichtigen, daß die meisten Zylinder aufgrund der zusätzlichen Verriegelung einseitig etwas länger sind. Die Verriegelung sperrt nur den äußeren Kern, somit ist das Schließen von innen jederzeit möglich.
    Einige Fabrikate benötigen zur Ergänzung ihres Zylinders noch einen Beschlag oder eine Rosette mit der Antenne.

Die dritte Komponente ist die Steuereinheit. Hier werden die Entscheidungen über den Zutritt gefällt und die Ereignisse gespeichert.
Es gibt sie in drei möglichen Bauformen:

  • In Form eines Kastenschlosses zum Einbau in der Tür
  • Integriert in den Innenbeschlag einer Sicherheitsgarnitur
  • In einem Aufputzgehäuse neben der Tür

Jede der Bauformen hat ihre Vor- und Nachteile und es kommt immer auf die Begebenheiten vor Ort an, welche vorzuziehen ist. Das ebengesagte trifft auch für die Energieversorgung der Steuereinheiten zu. Hier stehen die Möglichkeiten der Batterieversorgung und des Netzanschlusses zur Auswahl. Die Batterieversorgung verlangt zwar eine regelmäßige Kontrolle der Spannung, erspart aber auch die Kabelverlegung durch die Tür.

Die vierte Komponente ist die mit den größten Variationsmöglichkeiten: Das Programmiergerät. Bei den vernetzten Systemen ist der PC mit der entsprechenden Software das Programmiergerät, mit dem alles gesteuert wird. Einschließlich der Anbindung entfernter Fillialen über ein Modem. Bei den off-line Systemen geht die Bandbreite vom Programmierschlüssel über die speziellen Programmiergeräte bis hin zum Notebook. Ebenso groß ist auch die Bandbreite der Preise.

Bei der Entwicklung neuer Systeme lassen sich folgende Tendenzen für die Zukunft erkennen:

  • Von der High-Security Lösung für Einzeltüren zur rein elektronischen Schließanlage als Ersatz für die mechanische.
  • Die Stand-Alone Systeme sind wieder im Kommen. Jetzt jedoch mit leistungsfähigen Batterien und stromsparender Technik.
  • Die Programmiersoftware wird leistungsfähiger und leichter zu bedienen.
  • Die Baugrößen werden immer kleiner. Batterien und Elektronik sind im Zylinder integriert.
  • Dadurch entfällt auch das Problem mit dem Anschlußkabel.
    Die Preise nähern sich denen von hochwertigen mechanischen Zylindern.
  • Sperrzylinder und Schnittstellenmodule sorgen für die Verbindung von Schließanlage zu bestehenden Zutrittskontrollsystemen.

Weitere Informationen zu den Systemen der 3. Generation finden sie unter "Elektronische Schließanlagen"

Türcodeanlagen (Zifferntastatur)

Innovativer schlüsselloser Schließkomfort: Das elektronische Schließsystem wird schlüssellos über Zifferncode bedient. Zifferntastaturen sind universell einsetzbar: egal ob Außen- oder Innentüren, Alu oder Stahl. Voraussetzung ist ledigleich das Tür und Einsteckschloss für Profilzylinder vorgerichtet sind. Die Codeblocks sind serienmäßig mit beleuchtetem Display ausgestattet. Die Zifferntastaturen sind preiswert, da sie zusammen mit vorhandenen Beschlag kombiniert werden können.

Biometrische Verfahren

Sicherheit und Komfort professioneller Fingerabdruckkennung an jeden Eingang. Voll integrierbar in die Türkommunikation.

Komfortabel

  • Kein Verlieren, Verlegen, Vergessen von Schlüsseln
  • Immer griffbereit ohne Suchen und Kramen
  • Kein schwerer, sperriger Schlüsselbund

Sicher

  • Diebstahl und Nachschlüssel ausgeschlossen
  • Benutzung hinterlässt keine verwertbaren Spuren
  • Identifizierung echter Finger (Lebenderkennung)

Zuverlässig

  • Voll außeneinsatztauglich
  • Ergonomische Fingerführung
  • Nachtdesign

Funktionsweise

Der Finger wird nicht aufgelegt, sondern über den thermischen Zeilensensor gezogen. Dadurch bleibt kein Fingerabdruck zurück, der für eine Nachbildung missbraucht werden könnte.

Einfacher Anschluss

Das Gerät wird einbau- und betriebsbereit mit Türöffner-Relais geliefert. Zusätzliche Steuergeräte sind nicht erforderlich. Die Inbetriebnahme und Programmieung erfolgt ohne PC oder andere Hilfsmittel.

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