Brandschutz - Fluchttürsicherung

Brandschutz - Einführung

In unserer Gesellschaft hat der Schutz des Lebens oberste Priorität. So ist es nicht verwunderlich, dass sich der Gesetzgeber in vielen Verordnungen mit bautechnischen Maßnahmen zur Gewährleistung dieses Schutzes auseinandersetzt. Für den Brandschutz trägt der Betreiber die volle Verantwortung (MBO § 17). Er gliedert sich in vier Bereiche:

  • Baulicher Brandschutz
  • Technischer Brandschutz
  • Organisatorischer Brandschutz
  • Abwehrender Brandschutz

Baulicher Brandschutz

Feuer- und Rauchabschlüsse gehören zu den wichtigsten Elementen des baulichen Brandschutzes. Sie sollen die im Brandfall lebenswichtige Benutzung der Fluchtwege ermöglichen. Aber kein anderes Bauteil im Gebäude wird durch Fehler so häufig zerstört wie diese Elemente. Dieses geschieht insbesondere durch nicht zulässige Änderungen. Informationen dazu finden Sie unter den beiden nachfolgenden Punkten.

Rauch- und Brandschutztüren müssen laut Gesetzgeber immer geschlossen sein um die ihnen zugedachte Aufgabe erfüllen zu können. Vom Betriebsablauf wären offenstehende Türen aber sinnvoller. In vielen Betrieben wird die gewünschte Öffnung meist mit Holzkeilen oder anderen schweren Gegenständen realisiert. Das diese Türen im Brandfall die ihnen zugedachten Funktionen Rauch und/oder Feuerschutz nicht erfüllen können, dürfte jedem klar sein. Hier helfen bauaufsichtlich zugelassene Feststellanlagen.

  • Systeme auf Basis von Haltemagneten
  • Integrierte Systeme auf Basis von Türschließern

Flucht- und Rettungswege

Bei Fluchtwegen treffen viele gegensätzliche Interessen aufeinander. Bei Außentüren verlangen die Feuerwehr und die Berufsgenossenschaften, dass diese Türen von innen immer zu öffnen sind. Die Feuerwehr möchte sie von außen auch als Zugänge für die Brandbekämpfung nutzen. Der Betreiber und die Polizei möchten sie verschließen, da oft Inventurdifferenzen auf der widerrechtlichen Nutzung dieser Wege beruhen.

Seit einiger Zeit gelten in ganz Europa neue, einheitliche Normen für die Ausstattung von Fluchttüren. Eine wesentliche Neuerung: Schloss, Beschlag und Montagezubehör werden gemeinsam geprüft und dürfen künftig nur noch als geprüfte Einheit verkauft und eingesetzt werden. Die neuen Normen sind bereits in der Bauregelliste veröffentlicht und müssen bei öffentlich finanzierten Objekten bereits beachtet werden.

Es gibt jetzt zwei Typen von Fluchttüren, die sich wesentlich in der technischen Ausrüstung unterscheiden:

  • Notausgänge nach DIN EN 179 [mehr]
  • Paniktüren nach DIN EN 1125 [mehr]

Die beiden Normen gelten für alle Neubauten. Bei Umrüstungen im Bestand können zur Zeit noch folgende von der Beschlagindustrie angebotene Lösungen eingesetzt werden.

  • Panikschlösser
  • Selbstverriegelnde Panikschlösser
  • Türwächter
Fluchttürsysteme und Beschilderungen. Ein Stück Sicherheit für Sie und Ihre Mitarbeiter.

Panikschlösser

Panikschlösser sind die einfachste Möglichkeit, Notausgangstüren frei begehbar zu halten. Sie entsprechen in ihrem Abmessungen meist der DIN 18250 Teil 1 und somit den vorhandenen Schlössern. Ausnahmen sind hier lediglich die Schlösser im Rohrrahmenbereich (d.h. Dornmaß < 50mm) deren Abmessungen nicht über eine DIN geregelt werden. Bei diesen Türen ist immer eine Prüfung notwendig, welches Panikschloss sich am einfachsten montieren lässt. Bei den Mehrfachverriegelungen gibt es nur eine sehr begrenzte Anzahl von Herstellern. Hier müssen beim Austausch meist Änderungen an den Türen vorgenommen werden.

Charakteristisch für diese Schlösser ist, dass man jederzeit von innen, auch bei vorgeschlossenem Riegel, über den Türdrücker oder eine Panikstange die Tür öffnen kann.

Die meisten Schlosshersteller haben Panikschlösser im Programm. Die größte Auswahl, auch an unterschiedlichen Panikfunktionen, hat die Firma BKS.
Welche gängigen Panikfunktionen lieferbar sind, entnehmen Sie der folgenden Tabelle. Die Bezeichnungen der Funktionen stammen von BKS und können bei den anderen Herstellern abweichen.

 Fkt. lt. BKS:  Beschreibung:  Beschlag:
B

Umschaltfunktion (geteilte Nuss)
Von innen immer begehbar
Von außen nach aufschließen der Tür immer begehbar. Nach abschließen läuft der äußere Drücker frei.

Beidseitig Drücker geteilter Stift 
C Schließzwangfunktion (geteilte Nuss)
Von innen immer begehbar
Von außen läuft der Drücker immer frei. Einkopplung des Drückers durch Betätigung des Wechsels
Beidseitig Drücker geteilter Stift
D Durchgangsfunktion (geteilte Nuss)
Von innen immer begehbar
Von außen nach aufschließen der Tür immer begehbar. Nach abschließen läuft der äußere Drücker frei. Nach Betätigung der Panikfunktion ist die Tür wieder von außen begehbar
Beidseitig Drücker geteilter Stift 
E

Trafo-Wechselfunktion
Von innen immer begehbar
Von außen über Wechsel begehbar

Außen: Knauf
Innen: Drücker

Bitte beachten Sie, dass bei 3-Fallenschlössern nur Panikschlösser mit geteilter Nuss lieferbar sind, da eine Wechselbetätigung mit dem Schlüssel aus Stabilitätsgründen nicht möglich ist.

Eine Weiterentwicklung zu mehr Sicherheit sind die selbstverriegelnden Panikschlösser.

Selbstverriegelnde Panikschlösser

Eine Sonderform der Panikschlösser, die immer häufiger zum Einsatz kommt, sind die selbstverriegelnden Panikschlösser (SVP).

Diese lösen ein gravierendes Problem der normalen Panikschlösser. Nach der Betätigung des Drückers ist bei diesen Schlössern die Tür nicht mehr verriegelt. Eine erneute Verriegelung kann nur mit einem berechtigten Schlüssel erfolgen. Dieser ist aber oftmals nicht vorhanden. Ebenso kann man die Riegelstellung bei geschlossener Tür nicht erkennen. Auch dieses kann nur mit Hilfe eines berechtigten Schlüssels geschehen. Das ist sehr zeitaufwendig und wird meist unterlassen.

Die selbstverriegelnden Panikschlösser lösen dieses Problem mit Hilfe einer zusätzlichen Steuerzunge in der Falle oder im Stulp. Diese löst beim Einfahren in das Schließblech den beim Öffnen der Tür gegen eine Feder gespannten Riegel und verriegelt so die Tür.

SVP-Schlösser werden von mehreren Schlossherstellern angeboten.
Sie sind in den folgenden Abmessungen erhältlich:

Entfernung (mm) Dornmaß:
72 55, 60, 65, 70, 80, 100
92 55, 60, 65, 70, 80, 100
92 30, 35, 40, 45

Fluchtwegsicherung

Flucht- und Rettungswege sowie Notausgänge ermöglichen in Gefahr geratenen Menschen den Aufenthaltsort auf kurzem Wege zu verlassen, um ins Freie bzw. an einen anderen sicheren Ort zu gelangen. Sie ermöglichen aber auch den Hilfskräften, in küzester Zeit Rettungsmaßnahmen einzuleiten.

In Büro- und Verwaltungsgebäuden, Einkaufszentren, Hotels, in öffentlichen Einrichtungen, wie Krankenhäusern, Flughäfen, Messen, Ausstellungs- und Versamlungsräumen etc. halten sich stets viele Personen auf. Sie erwarten, dass sie die Türanlagen komfortabel und sicher passieren können.Im Notfall muß garantiert sein, aus den Gebäuden schnell und problemlos ins Freie zu gelangen. Diese ungehinderte Fluchtmöglichkeit wird durch besonders ausgestatete Tür- Öffnungs-Lösungen erreicht, die trotz evtl. Panikeinflüsse eine reibungslose Evakuierung garantieren.

Gleichzeitig müssen Türen in Rettungswegen auch vor Mißbrauch (Diebstahl, Vandalismus) geschützt werden, d.h. die Betreiber von Gebäuden u.ä. werden anstreben, die Notausgänge so zu sichern, dass auch keine unbefugten Personen weder in das Gebäude noch aus dem Gebäude hinaus gelangen können. Die Notausgänge sollten daher wenigstens mit Kontrollmitteln versehen sein, die durch ein Signal die Aufmerksamkeit anderer erwecken. Diese einfachen Grundlagen dürften eigentlich hinreichend bekannt sein, doch leider findet man in der Praxis noch oft neben den Notausgängen - obwohl seit 1979 verboten - die sogenannten roten Schlüsselkästen. Hauptursachen, die zum Verbot der Notschlüsselkästen führten, waren folgende Probleme:

  • Der Schlüssel wurde aus dem Kasten entfernt bzw. ausgetauscht.
  • Das Hilfsmittel zum Einschlagen der Scheibe fehlte.
  • Der Schlüsselkasten war in verrauchten Räumen nur schwer zu erkennen.
  • Die Schlüsselkasten-Lösung erfüllte in besonderen Panikfällen nicht ihren Zweck, da in derartigen Streßfälen kaum jemand in der Lage ist, rational zu handeln.

Einfache Ausrüstungen mit einem Meldekontakt an den Türen verfehlen oft ihre Wirkung. Sie stellen keine Hemmschwelle dar und mindern durch häufige, ungestrafte Fehlalarme die Wachsamkeit des Überwachungspersonals. Aus diesen Gründen muß mit speziell hierfür entwickelten Geräten ereeicht werden, dass erst nach Überwinden einer gewissen Hemmschwele die Tür geöffnet werden kann bzw. der Türöffnungsalarm ausgelöst wird.

All´diese Vorausstezungen erfüllen die drei Geräte von GfS:

Fluchttürhauben
EH-Türwächter
MPA-zugelassene Verriegelungssysteme
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X

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